
Die Kontemplation ist bei den Gene Keys eine zentrale Praxis. Sie verbindet das Denken mit der Meditation und dient als Brücke zwischen Verstand und Intuition, um tiefere Einsichten zu gewinnen. Richard Rudd, der Gründer der Gene Keys, betont, dass Kontemplation oft als „Verlernen“ beginnt, indem ich das alleinige Vertrauen in den Intellekt loslasse und mich für alle Wahrnehmungskanäle öffne. Der Ansatz zielt also nicht auf reines mentales Verstehen, sondern auf Verkörperung und Fühlen auf allen Ebenen des Seins.
Es handelt sich dabei nicht um passives Abwarten, sondern um einen bewussten Prozess, bei dem die eigenen Genschlüssel sowie Handlungs- und Denkmuster achtsam betrachtet werden. Kontemplation ermöglicht es, Probleme aus einer höheren Perspektive zu sehen und bewusster zu handeln. Sie ist einfach anwendbar, jederzeit und überall praktizierbar und bildet das Fundament für tiefgreifende persönliche Transformation. Grundsätzlich erfolgt dieser Prozess in drei Phasen:

Diese drei Schritte beschreiben einen Prozess der inneren Öffnung und Transformation, bei dem eine Erfahrung zunächst zugelassen (erlauben), dann als gegeben angenommen (akzeptieren) und schließlich mit ganzem Herzen integriert wird (umarmen). Diese Phasen sind Teil eines Durchbruchprozesses, der von Geduld, Selbstmitgefühl und Sanftheit getragen wird und keinen festen Regeln folgt – manchmal geschieht Transformation schnell, manchmal über Wochen oder Monate hinweg.
Auf der operativen Ebene werden diese drei Phasen der inneren Arbeit auch mit folgenden Techniken assoziiert:
- Pause (Englisch: pausing)
- Drehpunkt (Englisch: pivoting)
- Vereinigung (Englisch: merging)
Demnach erlaubst Du Dir zunächst, Pausen in deinen Tagesablauf einzubauen, um die Gedanken und Gefühle wahrzunehmen, die gerade da sind. Wenn es Dir gelingt, in diesen Pausen zuzulassen, dass sich Gedanken und Gefühle ohne Interpretation und ohne unmittelbare Reaktion zeigen, bist Du auf dem Weg zum Moment des Durchbruchs.
Am Drehpunkt entsteht die Einsicht, dass alles, was Du empfindest, einen Sinn hat. Bedeutung und Sinnhaftigkeit erschließen sich insbesondere dann, wenn Du den Druck reduzierst, alles mit der rationalen linken Gehirnhälfte begreifen zu müssen. Wenn Informationen über die intuitive rechte Gehirnhälfte zugänglich werden, können sie meiner Erfahrung nach eine besondere Durchbruchskraft entfalten.
Dieser Durchbruch kann zur Integration von Schutzreaktionen führen, die nicht mehr notwendig sind, die aber durch ein trainiertes Nervensystem in herausfordernden oder als gefährlich wahrgenommenen Situationen weiterhin aktiviert werden. Am Ende des Prozesses entsteht Klarheit über den Sinn deiner Handlungsimpulse und Denkmuster. Diese kannst Du nun bewusst, selbstbestimmt und vor allem angemessen umsetzen.
Als „Belohnung“ für die Praxis der Kontemplation kannst Du unter anderem eine Beruhigung der Gedanken, mehr emotionale Klarheit und ein gesteigertes körperliches Gleichgewicht erleben.
Demnächst wird auf den offiziellen Seiten der Dachorganisation genekeys.com ein englischsprachiger Kurs zum Erlernen und Erproben der Kontemplation veröffentlicht. Falls Du Interesse hast, vorher durch diesen Prozess mit Begleitung in deutscher Sprache zu gehen, wende Dich gern an mich.
